Flagge Usbekistan

USBEKISTAN

Route 01

© K. Friedl - WWW.OFFROAD-REISEN.COM - Stand: 31.01.2012

Taschkent - Samarkand


Grundsätzliches:

.

Verfolgen Sie diese Route in GOOGLE EARTH

 Die GPS-Daten werden im Format xx° mm,mmm (WGS84) dargestellt.

Code

GPS ( N / E )

Beschreibung

Erläuterungen / Fotos

UB-0101

41° 18,668
69° 16,783

Taschkent
(Amir Temur Platz)

Die Hauptstadt des Landes erwartet den Besucher mit einem üblichen sozialistischen Stadtbild, geprägt von ungewöhnlich breiten Straßen, großen Plätzen und meist gesichtslosen Hochhausblöcken (Bild 1-3)
Auffällig die hohe Polizeipräsenz überall, vor allem im gesamten U-Bahn-Bereich. Die Stationen gelten im Übrigen nach denen von Moskau als die schönsten der Welt. Leider herrscht ein rigoroses Fotografierverbot.
Im Gegensatz zu den anderen besuchten Städten sind die Sehenswürdigkeiten eher überschaubar.
Wir haben besucht:

  • Volkskundemuseum              (UB0101a: 41° 18,081 - 69° 15,549) - (Bild 4/5)

  • Bazaar                                  (UB0101b: 41° 19,566 - 69° 14,181) - (Bild 6)

  • Khazrat Iman Komplex         (UB0101c: 41° 20,243 - 69° 14,428) - (Bild 7 -10)

                 
                  
 

UB-0102

41° 14,307
69° 10,065

Taschkent -
Südwest

Wir verlassen die Stadt auf der M39 Richtung Samarkand. 500 m weiter einer der zahllosen Polizeiposten.
Sobald man das Stadtgebiet verlassen hat, wirkt die Gegend eher ärmlich.

UB-0103

41° 13,726
69° 08,932

ZP

Kleine Rastanlage.
Die Besonderheit an dieser Stelle liegt etwa 200 m weiter südlich in Form eines großen Straßenschildes, auf dem grob der weitere Weg Richtung Westen skizziert ist. Überraschenderweise taucht dort auch die deutsche Stadt Hamburg auf (aufgrund der früher russischen Schreibweise mit "G" statt mit "H" geschrieben.
 

UB-0104

41° 08,986
69° 02,144

Polizeiposten

Weiter geht es auf einer autobahnähnlichen Schnellstraße. Die Fahrbahnqualität entspricht aber nirgends im Land europäischen Ansprüchen.
Auffällig das geringe Verkehrsaufkommen.
 

UB-0105

40° 57,384
68° 45,596

ZP

Abzweig Chinaz
 

UB-0106

40° 54,184
68° 41,872

ZP

Brücke über den Fluss Syr-Darya
 

UB-0107

40° 53,629
68° 40,737

Abzweig

Wir verlassen die Autobahn und biegen in die M34 ein. Der Grund dafür darin, dass die geradeaus führende M39 für etwa  25 km  über kasachisches Gebiet führt. Da es aber Kasachstan angeblich mit den Zollbestimmungen nicht so ganz ernst nimmt, wurde diese Transitstrecke von usbekischer Seite aus gesperrt, da befürchtet wird, dass so ungehindert zum Beispiel unverzollte chinesische Waren ins Land gelangen könnten. Auf jeden Fall ergibt sich so ein Umweg von 80 km.
 

UB-0108

40° 37,602
68° 43,427

ZP

Kurz vor dem Ort Akaltyn biegen wir wieder nach Westen ab. Die Straße ist dabei in keiner Karte aufgeführt noch in Google Earth vorhanden (Stand 2005).
 

UB-0109

40° 30,159
68° 32,692

ZP


 

UB-0110

40° 33,823
68° 22,407

ZP

Wir treffen wieder auf die M39, am anderen Ende der gesperrten Transitstrecke.
Kurz darauf eine weiterer Polizeiposten.

Die weitere Landschaft ist geprägt von endlosen Baumwollfeldern, der landwirtschaftlichen Haupteinnahmequelle Usbekistans.

Generell ist die Landschaft eintönig.


UB-0111

40° 05,760
67° 56,260

Abzweig
Jizzakh

Die M39 führt in einem großen Bogen um die Stadt. Unser Busfahrer wählt jedoch die direkte Verbindung durch die Stadt. Die Bebauung ist großenteils eher ärmlich.
 

UB-0112

40° 04,032
67° 40,582

Jizzakh - West

Inzwischen geht es auf einer Landstraße weiter. Links und rechts begleiten uns kahle, nicht allzu hohe Gebirgszüge.
 

UB-0113

40° 00,252
67° 35,636

Ghallaral

Ein gutes Stück nach der Kleinstadt beginnt wieder die autobahnähnliche Schnellstraße.

Was uns generell im ganzen Land auffällt, sind die gewaltigen Fahrzeugkolonnen, die überall vor den Tankstellen auf die Befüllung warten.

Um so seltsamer ist es, dass unser Bus immer an einer völlig leeren Tankstelle auftanken kann.

UB-0114

39° 40,531
67° 02,698

Samarkand(****)
- Ost

Wir verlassen die M39. Die Tashkent Road bringt uns Richtung Stadtzentrum.
 

UB-0115

39° 40,546
67° 00,364

Ulug Beg Obser-vatorium (**)

Etwa 3,5 km weiter erreichen wir das erste Highlight der Stadt, das Ulug Beg Observatorium.
Es ist heute auch ein beliebtes Ausflugsziel für Hochzeitspaare.

Das Observatorium wurde 1424–1428 von dem Timuriden-Fürsten Ulug Beg für die Beobachtungen der Astronomen an der Ulugbek-Madrasa errichtet.
Durch langjährige Beobachtungen der Sonne mit dem Sextanten bestimmten Ulugh Beg und seine Astronomen  das Jahr  zu 365 Tagen 6 Stunden 10 Minuten und 8 Sekunden (mit einer Abweichung von 58 Sekunden verglichen mit dem heutigen Wert).
Aufbauend auf Al-Kashis Sternkatalog stellten die Astronomen in den Jahren 1420 bis 1437 einen Sternkatalog mit 1018  Sternen mit Positionsangabe zusammen.  Dies ist der erste Katalog seit Ptolemäus, der auf neuen Messungen beruhte.
Nach Ulug Begs Ermordung wurde das Observatorium zerstört, lediglich der unterirdische Teil des Sextanten erhielt sich und wurde 1908 von russischen Archäologen entdeckt und ausgegraben. 

(Auszug aus Wikipedia).
 

UB-0116

39° 39,704
66° 59,281

Schahi-Sinda-Ensemble(*****)

(Nekropole)

Die Nekropole liegt am südlichen Rand eines großen Ruinenfeldes, in dem die Überreste des alten Samarkand nur mehr schwer erkennbar sind. Die Bauten gehören unserer Meinung nach zu dem Prachtvollsten, was Samarkand, ja vielleicht sogar Usbekistan zu bieten hat. Einen Besuch lohnt auch der oberhalb liegende Friedhofsbereich. Für uns ungewohnt die in die Grabsteine gravierten "Fotos" der Verblichenen.

Schahi-Sinda ("der lebende König") ist eine der bekanntesten Nekropolen in Zentralasien, deren Mausoleen zwischen dem 9. und 19. Jahrhundert errichtet wurden. Ab dem 14. Jahrhundert wurden die Adligen der Timuriden hier bestattet.  Das Ensemble bildete sich neun Jahrhundert lang (11. – 19. Jh.) und hat heute mehr als 20 Gebäude. Die ältesten Bauten werden in das 11. und 12. Jahrhundert datiert. Von ihnen sind nur noch die Fundamente und die Grabsteine erhalten geblieben. Der Hauptteil der Bauten stammt aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Die Rekonstruktionsarbeiten des 16. – 19. Jahrhunderts haben die Gestalt der Grabmale nicht wesentlich verändert. Der Hauptteil des Ensembles ist der Kussam-ibn-Abbas Komplex. Er liegt im nordöstlichen Teil und besteht aus verschiedenen Gebäuden.
(Auszug aus Wikipedia)

           
 

UB-0117

39° 39,769
66° 58,915

Bazaar

500 m weiter westlich biegt links / südlich die Tashkent Road ab (sie ist für den Verkehrt gesperrt).

Hier liegt der große, zentrale Markt der Stadt.
 

UB-0118

39° 39,647
66° 58,855

Bibi Khanum Moschee (**)

200 m weiter südlich, ebenfalls an der Tashkent Road, liegt mit der Bibi Khanum Moschee eine weitere beeindruckende Sehenswürdigkeit Samarkands.

Die Moschee Bibi Chanum gehört zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten von Samarkand Im 15. Jahrhundert war sie eine der größten und prächtigsten Moscheen der islamischen Welt.
In der Mitte des Innenhofes erhebt sich auf steinernem Podest ein riesiger Koranständer aus reliefverzierten Marmorblöcken, ebenfalls aus der Zeit Timurs.
Ende des 16. Jahrhunderts verfiel die Moschee wieder und wurde zur Ruine, an der Wind, Wetter und Erdbeben weiter nagten. Der innere Bogen des Portalbaus brach erst 1897 in sich zusammen. Jahrhunderte lang plünderten die Bewohner Samarkands die Ruine auf der Suche nach Baumaterial.
Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts war von ihr nur noch eine grandiose Ruine erhalten geblieben, doch inzwischen sind bedeutende Teile der Moschee durch Restaurierung wiederhergestellt worden.
(Auszug aus Wikipedia)

Die Tashkent Road endet 900 weiter südlich an der Registan Street. Hier haben wir das kulturelle Zentrum der Stadt erreicht.
 

Datei:OldSamarkand2.JPG
aus Wikipedia

UB-0119

39° 39,233
66° 58,558

Registan-Platz (*****)

Der Registan-Platz  ist einer der prächtigsten Plätze Mittelasiens. Er ist ist das Herz des antiken Samarkands, dessen Namen als „Sandiger Platz“ übersetzt werden könnte. Das Ensemble von drei Medressen ist ein einzigartiges Beispiel der Kunst des Stadtbaus und der architektonischen Gestaltung des Hauptplatzes der Stadt.
Die drei Medressen Registans sind:
Ulugbek-Medresse (1417–1420), Sher–Dor-Medresse (1619 – 1636) und Tilya–Kori-Medresse (1646 – 1660).

Die Ulugbek-Medresse ist mit ihrem mächtigen Portal und einem Lanzetten-Bogen dem Platz zugerichtet. Die Ecken sind mit hohen, proportionalen Minaretten ausgestattet. Ein Mosaikpaneel über dem Eingangsbogen wurde mit einem geometrischem Ornament dekoriert. Im quadratischen Hof befinden sich eine Moschee, Lehrräume und am Rande Zimmer, in denen früher die Studenten gewohnt haben. Die Ulugbek-Medresse war eine der besten Universitäten der ganzen muslimischen Welt im 15. Jh. Hier hielt auch Ulugbek seine Vorlesungen. Während seiner Regierung blieb diese Medresse ein Zentrum der Wissenschaft.

Die Sher-Dor-Medresse („Tiger enthaltende“ Medresse) war vom Architekten Abdujabor konstruiert worden. Die Ausstattung der Medresse ist nicht so fein wie die Architektur des 15. Jh. („die goldene Epoche“). Trotzdem reihen die Harmonie der großen und kleinen Räume, die feinen Bilder der Mosaike, die Monumentalität und die zweckmäßige Symmetrie diese Medresse unter die beeindruckendsten architektonischen Denkmäler Samarkands ein.

Zehn Jahre später wurde die Tilya–Kori-Medresse („vergoldete“ Medresse) gebaut. Diese Medresse diente nicht nur zur Lehre der Studenten, sondern auch lange Zeit eine der wichtigsten Moscheen. Die Tilya–Kori-Medresse hat eine zweistöckige Hauptfassade, einen großen weiten Hof, an dessen Rand sich kleine Wohnräume befinden (usb. Hudzri), und vier Flure, die sich um die Achse ausbreiten. Das Moscheegebäude befindet sich im westlichen Teil des Hofes. Der Hauptsaal der Moschee ist reich vergoldet.

(Auszüge aus Wikipedia)

        

           
 

UB-0120

39° 38,956
66° 58,130

Gur Emir Mausoleum (**)

Folgt man der Registan Street etwa 800 m nach Westen erreicht man einen dreieckigen Platz. An dessen Südspitze liegt die letzte Sehenswürdigkeit auf unserer Stadtbesichtigung:

Das Gur-Emir-Mausoleum ist die Grabstätte Timur Lenks und einiger anderer bedeutender Timuriden (Ulug Beg, Schah-Rukh, Mir Said Berke). Es wurde Ende des 14. / Anfang des 15. Jahrhunderts erbaut und gilt als herausragendes Beispiel timuridischer Monumental-Architektur. Das charakteristische Merkmal des Mausoleums ist die hohe melonenförmige, gerippte Kuppel.
Nach dem Ende der Schaibanidendynastie fiel Samarqand in die Bedeutungslosigkeit zurück, entsprechend verfielen auch die Baudenkmäler. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg setzten umfassende Restaurierungsarbeiten ein. In den 1950ern wurde die Kuppel renoviert, deren farbige Fliesen größtenteils abgefallen waren, ebenso der Eingangsiwan und die Minarette. In den 1970er Jahren folgte die Restauration der Innenausstattung. Weder die Madrasa noch die Chanaka konnten rekonstruiert werden. Mit dem Aufleben des Timur-Kults nach Gründung der Republik Usbekistan 1991 intensivierte sich auch die Pflege seiner Kultstätten. (Auszug aus Wikipedia)
 


 

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